CO²-Bilanz für Ökokiste Lecker erstellt

Hans Lecker betreibt in Laufen einen Biohof samt Ökokiste und Online-Laden für Bioprodukte.

Im Rahmen eines Pilotkurses klimafreundlich leben für Unternehmen von Franz Galler – Büro für nachhaltige Entwicklung hat Hans Lecker sich als Aufgabe vorgenommen den Betrieb der Ökokiste bis Ende 2020 co²-neutral zu gestalten.

Als Start ist dazu die Messung des Ausgangsstatus erforderlich und eine begleitende Fortschreibung der Bilanz.

Dazu habe ich das eigene CO²-Bilanzierungstool nach dem Greenhouse-Gas-Protocol eingesetzt. Betrachtet werden hier die Sektoren Liegenschaften, Transport, Sonstiges (Papier, Abfall…) und der KlimaPlus-Beitrag (Eigenerzeugung Energie).

Ergebnis nach Sektor
Liegenschaften3330,91%
Transport34.94595,28%
Sonstiges1.3983,81%
KlimaPlus-13.932  -37,99%
kg CO²-Äquivalente

Logischerweise kommt der höchste Anteil bei einer Ökokiste aus dem Sektor Transport.

Der KlimaPlus-Anteil stammt aus der Erzeugung von Strom aus einer PV-Anlage mit 30.000 kWh/Jahr.

Damit verbleiben 22. 700 kg CO², die Hans Lecker kurfristig nur kompensieren kann.

Das ist die Einschätzung von Hans Lecker:

Warum ich einen CO2 Fußabdruck erstellen wollte?

Welche Auswirkungen unser wirtschaften auf die Gesellschaft hat haben wir 2017 mit der Erstellung unserer ersten Gemeinwohlbilanz erfahren können. Für die Gemeinwohlbilanz haben wir uns zum ersten mal intensiver mit dem Thema CO2 Fußabdruck beschäftigt. Parallel zu den immer lauter werdenden Stimmen von Fridays for Future haben wir uns mit der Klimawirkung unseres wirtschaftens weiter beschäftigt und haben uns deshalb auch der Initiative „Nachhaltig Wirschaften“ von der Wirtschaftsförderung BGL und der Bewegung Farmers for Future angeschlossen.
Die Erstellung eines validen CO2 Fußabdrucks sehen wir als Grundlage für die objektive Einschätzung unseres Einflusses auf die globalen CO2 Emmisionen. Die so ermittelten Zahlen sollten uns zeigen welche Maßnahmen wir ergreifen können um unseren Beitrag dazu zu leisten die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen.

Wie ist es uns dabei ergangen?

Wir haben als ersten Schritt die CO2 Bilanz für unseren Ökokisten-Lieferbetrieb ermittelt. Dafür war es notwendig einige Daten zu ermitteln:
– Verbrauch fossiler Energieträger für den Fuhrpark
– Ermittlung der Ressourcen für die Heizung
– Ermittlung des Strombedarfs
– Bilanzierung der Abfallmengen
– Berechnung der Anfahrtswege der Mitarbeiter

Da wir viele Daten unseren Unterlagen entnehmen konnten war der Aufwand für die Ermittlung der Daten überschaubar.

Wie wir das Ergebnis beurteilen:

Das unser Fuhrpark mit aktuell 4 Diesel-Transportern den größten Anteil an den CO2 Emissionen hat haben wir bereits vorher vermutet. Überrascht waren wir jedoch von dem hohen Anteil, den unsere Mitarbeiter durch ihre Anfahrtswege zum Betrieb an unserer CO2-Bilanz haben.
Andere Bereiche fallen jedoch kaum ins Gewicht. Der Großteil unseres Strombedarfs decken wir mit unserer PV-Anlage, der Rest kommt von einem Ökostromanbieter. Geheizt wird mit Hackschnitzeln aus dem eigenen Wald und Abfall wird durch die verstärkte Nutzung von Mehrwegbehältnissen immer weiter reduziert.

Was haben wir schon getan und was wollen wir noch machen?

Die Vermeidung von Emisionen aus unserem Fuhrpark ist der größte Hebel. Wir haben deshalb unsere PV Anlage erweitert und eine Wall-Box zum Laden für Elektrofahrzeuge installiert. Im Dezember kommt noch unser erster E-Transporter.
Um die CO2-Bilanz unserer Mitarbeiter zu verbessern bieten wir Ihnen an ein JobRad zu leasen. Jeder Mitarbeiter der mit dem Fahrrad den Weg zum Betrieb fährt bekommt zudem 30 Ct. je km als Einkaufsgutschein von uns. Seit der Einführung werden jetzt wöchentlich 200 km weniger mit dem Auto gefahren.
Da wir unsere Emisionen nicht kurzfristig eliminieren können werden wir diese über die Greensurance Stiftung kompensieren. Dabei werden Moorflächen in Oberbayern renaturiert und Solarkocher finanziert.
Mittelfristig bleibt das Ziel die Emisionen so weit wie möglich zu reduzieren, so dass eine Bindung der verbleibenden CO2 Emisionen in Form von innerbetrieblichen Humusaufbau möglich wird.

Wie ist der CO²-Rechner für Unternehmen im Kurs klimafreundlich leben integrierbar?
Das meint Franz Galler dazu:
……

Über Peter Ranzinger

Baubiologe IBN Energiemanager (IHK) Permakulturdesigner
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s